Verhör: Dania Dicken zu “Schrei vor Angst”

52401085_2104214672977553_3532882609828790272_n

Tag 2 der Blogtour zu „Schrei vor Angst – Oregon Strangler“, einem Thriller von Dania Dicken

Einige von euch werden Dania Dicken sicherlich bereits kennen und einige von euch werden sich an sie erinnern, weil vor einigen Jahren genau an dieser Stelle ebenfalls eine Blogtour gestartet ist. In der Zwischenzeit ist viel passiert, viel zu viel, um es euch hier noch einmal aufzulisten. Dania hat zwischenzeitlich einige Bücher veröffentlicht und das mit großem Erfolg. Nun erscheint ihr nächstes Buch und hierzu hat sie mir im Rahmen der Blogtour ein paar Fragen beantwortet.

Buchvorstellung

Dreiundzwanzig Frauen in elf Jahren. Das ist die Bilanz des Oregon Stranglers Rick Foster, dem fiktiven Serienmörder aus Dania Dickens Thriller-Reihe „Die Seele des Bösen“. Seit 2014 veröffentlicht die Autorin ihre Thriller, die sich vor allem ums Profiling, Serienmörder und die Psychologie des Verbrechens drehen. Diese Aspekte fand sie so faszinierend, dass sie mit „Schrei vor Angst – Oregon Strangler“ einen Thriller geschrieben hat, der vollständig aus der Sicht des Serienkillers erzählt ist. 

Für ihre Thriller hat die Autorin, die selbst Psychologie studiert hat, schon über die verschiedensten Tätertypen recherchiert. Serienmörder, die aus einer sexuellen Motivation heraus Frauen töten, tauchen dabei sowohl bei den Ermittlungen von FBI-Profilerin Sadie Scott in „Die Seele des Bösen“ als auch in der Profiler-Reihe um Andrea Thornton, die in England spielt und bei beTHRILLED erschienen ist. 

Allerdings ist die Beziehung zwischen Sadie Scott und Rick Foster eine besondere, denn Foster ist der Vater der Profilerin und hat ihr Leben mit seinen Taten entscheidend geprägt. Grund genug, ihm ein eigenes Buch zu widmen. 

Heute verrät die Autorin interessante Details zum Buch. 

Wann kam dir die Idee, ein Buch aus der Sicht eines Serienkillers zu schreiben? 

Den Gedanken hatte ich zum ersten Mal, nachdem ich in „Die Seele des Bösen – Blutiges Wiedersehen“ die Begegnung zwischen FBI-Agentin Sadie Scott und ihrem Vater beschrieben habe, dem nach fünfzehn Jahren im Gefängnis die Flucht gelungen ist. Passagen aus der Sicht des Täters schreibe ich in meinen Thrillern schon lange, was jedes Mal eine besondere Herausforderung ist. Rick Foster war aber besonders faszinierend und so war es irgendwie naheliegend, mal ein ganzes Buch aus Tätersicht zu schreiben – seiner Sicht. 

War das schwierig? 

In empathischer Hinsicht war es eine Herausforderung. Schreiben zu müssen, warum es einem Sadisten Freude bereitet, die Qualen eines anderen Menschen zu sehen, ist hart. Inhaltlich gesehen war es weniger schwierig, denn ich schreibe mittlerweile seit zehn Jahren Thriller und habe in dieser Zeit so viel über verschiedenste Serienkiller recherchiert, dass ich vieles mittlerweile einfach weiß. Wenn ich ein Fallbeispiel brauche, schlage ich das nicht mehr nach, inzwischen habe ich das im Kopf. 

Woher hast du diese Informationen? 

Aus Büchern oder True Crime-Dokumentationen wie „Im Angesicht mit dem Killer“, „Born to kill?“, „Surviving Evil“ oder „Die Forensik-Detektive“. Viele Fälle wiederholen sich darin zwar, aber man lernt sie jedes Mal aus einem anderen Blickwinkel kennen. Über den Green River Killer, Ted Bundy, den BTK-Killer, Jeffrey Dahmer, Fred und Rosemary West und viele andere weiß ich inzwischen mehr, als gut für mich ist ;) 

Davon abgesehen ist das Internet eine wahre Fundgrube. Es ist nie verkehrt, in der (englischen!) Wikipedia anzufangen, wenn man etwas wissen will, und irgendwann bin ich auf die Murderpedia gestoßen, wo man von manchen Fällen echte Tatortfotos findet. Da bleiben wirklich keine Fragen offen. 

Also könnte der Oregon Strangler Rick Foster so existieren?

Ja, in seine Figur sind alle Kenntnisse eingeflossen, die ich inzwischen über Serienmörder habe, deren Motiv sexueller Sadismus ist. Dieser Serienmördertyp ist am häufigsten vertreten. Rick ist ein Psychopath und hat, obwohl er selbst zu keinerlei Empathie fähig ist, feine Antennen für die Gefühlslage anderer Menschen. So schafft er es über ein Jahrzehnt, seine Frau so zu manipulieren, dass sie weder bemerkt, was er draußen im Wald so treibt, noch den Mut aufbringt, ihn zu verlassen, als er schließlich auch gewalttätig gegen sie wird. Ungefähr die Hälfte der sadistischen Serienmörder ist ja tatsächlich verheiratet oder lebt in einer festen Beziehung und die allermeisten Frauen wissen oder spüren ja zumindest, was mit diesen Männern los ist. Das ist bei Rick und Clarice Foster nicht anders. Rick ist clever, kann sich deshalb sehr unauffällig verhalten, aber er ist auch verdammt brutal – nicht nur gegenüber Fremden, sondern auch bei seiner eigenen Familie. 

Aber du beschreibst in deinem Buch keine dreiundzwanzig Morde? 

Du liebe Güte, nein! Ich beschreibe Ricks Werdegang von der ersten Idee, zu töten, über den ersten Mord, die langsame Perfektion seiner Vorgehensweise und alle Aspekte, die das Doppelleben eben so mit sich bringt, das er da als Killer und Familienvater führt. Seine Frau bekommt ja drei Kinder in der Zeit, in der er dreiundzwanzig Frauen tötet, und hat sehr lange keine Ahnung davon, dass ihr Ehemann ein echtes Monster ist. Aber irgendwann lässt er auch sie das spüren – sie und die Kinder. Das Ganze eskaliert, er macht Fehler und wird mit den Konsequenzen seines Handelns konfrontiert, als er im Gefängnis landet. Bei meinen Recherchen zu den Zuständen im amerikanischen Todestrakt hat er mir ja fast – aber nur fast – leid getan. Wer wirklich mal wissen will, was in einem solchen Killer vorgeht, ist hier auf jeden Fall richtig! 

„Schrei vor Angst – Oregon Strangler“ ist die Vorgeschichte zur Thriller-Reihe „Die Seele des Bösen“ und erscheint am 5. April als E-Book für Kindle und Tolino und als Taschenbuch (Amazon). 

Mehr Infos auf www.blog-und-stift.deoder www.facebook.com/dania.anne.dicken

Morgen geht es weiter mit prominenten Fallbeispielen von Serienmördern wie Rick Foster bei Recensio Online. 

Das gibt es zu gewinnen!

Begleitend zu dieser Blogtour läuft auch ein Gewinnspiel, bei dem es tolle Preise zu gewinnen gibt: 

1x „Schrei vor Angst“ als Taschenbuch

3x „Schrei vor Angst“ als E-Book im Wunschformat

Wie kann man teilnehmen? 

Auf jeder Station der Blogtour gibt es eine Frage zu beantworten. Einfach einen Kommentar mit der richtigen Antwort unter dem jeweiligen Artikel/Facebook-Post hinterlassen und schon ist man mit einem Los im Lostopf! Wer jeden Tag die jeweilige Frage beantwortet, kann natürlich mehr Lose sammeln und damit seine Gewinnchancen erhöhen. 

Auch, wer die Blogtour auf seinem Blog und/oder in Facebook verlinkt und diese Hinweise als Kommentar auf einem Blog hinterlässt, bekommt pro Hinweis ein Los. 

Die heutige Gewinnspielfrage lautet: 

Seit wie vielen Jahren schreibt Dania Dicken Thriller?

Einfach die Antwort hier als Kommentar posten und ein Gewinnspiel-Los sammeln! 

Das Kleingedruckte: 

Nur volljährige Personen dürfen am Gewinnspiel teilnehmen. Die Gewinner werden per Los bestimmt und auf allen teilnehmenden Blogs sowie auf der Facebook-Seite https://www.facebook.com/dania.anne.dicken veröffentlicht. Wenn die Gewinner sich nicht innerhalb von einer Woche per Mail an autorin (at) blog-und-stift.de melden, wird neu ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

Stationen der Blogtour

31.3. Unter die Haut – Blog: Buchvorstellung

1.4.: ThrillerKiller: Interview zum Buch

2.4: Recensio Online: Ted Bundy, der Green River Killer & Co.: Prominente Fallbeispiele für Frauenmörder

3.4.: Magische Momente-Aly’s Bücherblog: Interview mit Rick Foster


4.4. StAnni’s Livingbooks: Rezension


5.4.: The Beauty and the Book: Ausblick auf “Die Seele des Bösen“


6. und 7.4.: Unter die Haut – Blog: Interview mit der Autorin

Ansprechpartner der Blogtour: Dania Dicken (http://www.blog-und-stift.de/impressum)

16 Comments

Leave a Comment