Ermittelt: D’Archart & Wedler – Ein Spiel für Gewinner

Beitragsbild_Ein Spiel für Gewinner

[Werbung] Vielen Dank an die Autorinnen zur Einladung bei ihrer Blogtour teilzunehmen. Den Artikel zur Blogtour findest du am 27.11.2018 hier auf meinem Blog!

Nadine D'Archart & Sarah Wedler - Ein Spiel für GewinnerNadine D’Archart & Sarah Wedler – Ein Spiel für Gewinner

Alexander Dornfeld und sein Kollege Daniel Schwarzer sind die Stars der Hamburger Polizei. Sie bekommen die kniffligsten und unlösbarsten Fälle und lösen sie zuverlässig.

Nachdem sie wieder einen solchen Fall gelöst haben, kommt Kilian Kaiser in einer Bar auf die beiden zu. Er erzählt ihnen, dass seine Freundin Selbstmord begangen hat und er glaubt, dass es sich dabei nicht um Selbstmord gehandelt haben kann. Die beiden Ermittler nehmen Kilian nicht ernst, weil sie denken er verleugnet den Freitod seiner Freundin und will ihren Entschluss zu sterben nicht wahrhaben. Doch Alexander Dornfeld hat irgendwie ein komisches Gefühl und ermittelt weiter und dann rollt plötzlich eine Suizidwelle über Hamburg und kurz darauf über die ganze Republik. Dornfeld und Schwarzer nehmen die Sache nun bitterernst und wollen Kilian Kaiser helfen, doch der zieht sich immer mehr zurück und begibt sich selbst in extreme Gefahr. Dornfeld versucht ihm zu helfen, aber schafft er es noch rechtzeitig?

Ein Buch, das an die Nieren geht

Es beginnt bereits vor dem Prolog des Buches, da weisen die Autorinnen darauf hin, dass sensible Menschen dieses Buch besser nicht lesen sollten. Besonders Menschen, die aktuell in einer Lebenskrise stecken, sollten die Finger von diesem Buch lassen.

Was sich dramatisch anhört hat durchaus seine Berechtigung. Ich bin jetzt wirklich hart im Nehmen, doch dieses Buch hat selbst mich emotional berührt. D’Archart und Wedler haben ganz offensichtlich ihre Hausaufgaben bei der Recherche gemacht und die gewonnen Informationen sehr, sehr gut in ihren Thriller einfließen lassen.

Alles dreht sich um ein Spiel, das sogenannte “Spiel für Gewinner”. Dahinter steckt der perfide Plan eines Irren, Menschen in den Suizid zu treiben. Dazu nutzt er alle Register der psychologischen Manipulation, bis hin zur Manipulation des Unterbewusstseins. Etwas, dass man früher auch in der Werbung, z.B. im Kino eingesetzt hat. Kurze, nur sekundbruchteile andauernde Sequenzen, die man nicht bewusst wahrnimmt aber unterbewusst verarbeitet werden. Ein sehr interessantes und spannendes Thema, das in der Werbung nicht ohne Grund verboten wurde. Ob es wirklich funktioniert hat, ist allerdings strittig.

Die Autorinnen zeichnen sympathische Charaktere und vor allem Kilian Kaiser in seiner Trauer und gleichzeitig mit dem Willen der Sache auf den Grund zu gehen ist ein Charakter in den man sich sehr gut einfühlen kann. Ohne spoilern zu wollen, muss ich sagen, dass einige der beschriebenen Suizide wirklich heftig waren. Wer also an dieser Stelle zu sensibel ist, sollte das Buch nicht lesen, allen anderen möchte ich nicht weiter vorgreifen.

Toller Stil, tolle Charaktere

Der Thriller ist abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Zum einen erfährt man die Dinge aus der Sicht von Alexander Dornfeld, einem der Ermittler, zum anderen aus der Sicht von Kilian Kaiser. Gegen Ende erfährt man auch immer mehr über den “Spielmacher”, der hinter den Suiziden steckt. Durch diese Art der Strukturierung erhält der Leser alle Informationen von den verschiedenen Protagonisten und erkennt damit schnell wie Missverständnisse zu gefährlichen Situationen anwachsen.

Die Autorinnen haben auch einen angenehmen Schreibstil, der flüssig lesen lässt, ohne sperrigen Satzbau oder große Stolpersteine. Für mich ist es das erste Buch der Autorinnen, aber wenn ihre Bücher immer mit so viel Details und Hingabe geschrieben sind, dann werde ich sicherlich ein Stammleser.

Man kann den Thriller tatsächlich nur unter Vorbehalt empfehlen. Der Hinweis am Anfang des Buches hat absolut seine Berechtigung.

“Ein Spiel für Gewinner” ist es ein starker, tiefgründiger und toll geschriebener Thriller.

VÖ: 20.11.2018
Verlag: Telescope
Format: Taschenbuch, eBook
ISBN: 978-3-959-15044-6
Preis: 12,90€

Mehr Info bei Telescope

Bewertung
4.9 / 5 ThrillerKiller
{{ reviewsOverall }} / 5 (0 votes) Blog-Leser
Spannung
Schreibstil
Charaktere
Cover
Emotional intensiver Thriller mit hervorragender Umsetzung eines sehr sensiblen Themas. Nichts für labile oder emotional angeschlagene Leser!

 

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8 Comments

  • //ich kann dich nicht abonnieren, also die Kommis, daher gehen Fragen von deiner Seite manchmal unter, also nicht wundern, wenn ich nicht immer reagier :P //

    Also ganz ehrlich: Das Cover ist so gar nicht meins XD
    Ich hatte Werbung dazu gesehn und wenn ich nicht den Klappentext und die ersten Meinungen dazu gehört hätte, hätte ich es komplett ignoriert. Hatte ja schon gesagt, dass ich mir hie rgerne verführen lasse und dem Duo eine neue Chance gebe – mal schaun, wann es hier einzieht :3

  • Hey du, hui, das liest man selten dass die Autoren direkt im oder am Buch eine Triggerwarnung aussprechen, finde ich wirklich gut und auch wichtig, gerade bei diesem Thema.
    Das Cover ist sehr reizend ;-) wie Janna sagt haben wir das auf der Messe schon bewundern dürfen.
    Werde mal die Blogtourbeiträge abwarten, darauf bin ich nämlich sehr gespannt. Danke für deine ausführliche und ehrliche Rezension und hab eine gute Woche.
    Liebe Grüße
    Kerstin

  • Oh ich hatte es befürchtet :D Anja von Tii und Anas Bücherblog hat mich auf der Messe schon gekonnt angefixt. Dann spricht mich Cover und Klappentext an und nun kommst du mit einer mega neugierig machenden Rezension um die Ecke!

    Ich finde es sehr gut, dass die beiden Autorinnen auf den Inhalt hinweisen und eine Triggerwarnung aussprechen – gibt es viel zu selten! Natürlich weiß man bei diesem genre, das es nicht um Hoppelhäschen und Hundewelpen geht (und wenn, dann leben diese wohl nicht lange…), aber dennoch sollten auch im Genre Krimi und (Psycho)Thriller auf bestimmte Ereignisse zu mindestens im groben hingewiesen werden.

    Mich schreckt deine Beschreibung keineswegs ab und bin leider noch angefixter, es selbst lesen zu wollen (holy, das klingt bei solchen Bücher immer so makaber *lach)

    Hab einen mukkeligen Sonntag!

    • Freut mich dass ich dich so neugierig machen konnte ;)
      Der Klappentext hat mich auch sofort angesprochen, das Cover ist etwas irreführend was das Genre angeht.

      Die Triggerwarnung braucht es echt unbedingt und ich finde das auch gut, auch wenn ich am Anfang des Buches noch dachte das wäre übertrieben!

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