Abgehört: Vincent Kliesch – Auris

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Da ich in letzter Zeit wieder sehr, sehr viel Zeit im Auto verbringe, wechsele ich gerne von Büchern auf Hörbücher. Dazu stöbere ich oft stundenlang bei Audible, um mir das passende Hörbuch herauszusuchen.

Etwas versteckt, wie ich finde, betreibt Audible ein Magazin, in dem sich oft spannende Artikel rund um Hörbücher finden. So gibt es zum Beispiel einen Beitrag der alle Schauplätze von Fitzek-Thrillern in Berlin zeigt. Nun bin ich kein wirklicher Fitzek-Fan, aber ein Teil meiner Familie wohnt in Berlin, also hab ich den Artikel trotzdem interessiert gelesen.

Unter dem Beitrag fand sich die Verlinkung zum aktuellen Hörbuch “Auris”. Eigentlich geschrieben von Vincent Kliesch, entstand es aus einer Idee von Sebastian Fitzek. Da bei Facebook, Twitter & Co. teilweise sehr kontrovers über das Buch und den wahren Anteil von Fitzek diskutiert wurde, wollte ich es kurzerhand selbst hören. Zum Einen, weil ich die Bücher von Vincent Kliesch kenne und mag und zum Anderen, weil Audible es als Hörspiel umgesetzt hat und ich den Ansatz generell spannend finde.

Worum geht es in Auris?

Auris beginnt mit Matthias Hegel, einem forensischen Phonetikexperten, also einem Spezialisten zum Thema Stimme und deren psychologische Interpretation. Über die Stimme, schließen diese Experten auf den psychischen Zustand des Sprechers, seine Herkunft, sein Aussehen, Alter oder auch den Grad der Anspannung. Hegel löst eine Geiselnahme und gesteht danach selbst einen Mord, für den er dann auch verurteilt wird.

Jula Ansorge, Radio-Moderatorin und True-Crime-Bloggerin, greift den Fall Hegel in ihrem Blog auf. Sie vertritt den Standpunkt, dass Hegel unschuldig ist und vermutet, dass er den wahren Täter schützen möchte. Deshalb beginnt sie damit Nachforschungen anzustellen und den Hintergründen der Tat von Hegel auf den Grund zu gehen. Das schmeckt jemandem im Umfeld von Hegel überhaupt nicht. Er bedroht Jula und möchte ihre Nachforschungen unterbinden. Doch Jula ist davon noch mehr in ihren Vermutungen bestärkt. Aber der Unbekannte meint es ernst und das stellt er dann auch zum Schock von Jula schnell unter Beweis.

Starke Atmosphäre, Schwächen bei den Sprechern

Die Produktion von Audible, ist mal wieder erstklassig. Durch geschickt platzierte Musik- und Soundeffekte bekommt das Hörbuch einen beklemmend düsteren Charakter, der den Zuhörer sofort in seinen Bann zieht. Von Anfang an spürt man das Unheil das in der Luft liegt und fiebert regelrecht mit.

Auch die Sprecher sind gut ausgewählt. Nur Julas Sprecherin ist mir leider negativ aufgefallen. Durch die komplette Produktion wirkt sie, selbst für die Situation in der sich Jula befindet, deutlich zu aufgeregt und regelrecht überdreht. Oft gipfelt das in fast schon hysterisches Kreischen, das mich zwischenzeitlich wirklich sehr gestört hat. Trotzdem trübt es den Hörspaß nur gering. Insgesamt kann man trotzdem sehr gut folgen und die Spannung ist geradezu greifbar.

Trotz fragwürdigem Ende eine Empfehlung

Leider gibt es aber doch ein kleines Manko an der ansonsten sehr guten Produktion und das ist das Ende. Auch das wird in den sozialen Medien heiß diskutiert. “Auris” ist als Auftakt einer ganzen Serie angelegt. Damit braucht es am Ende natürlich einen Cliffhanger. Was anderes habe ich auch nicht erwartet. Allerdings ist das Ende dann zum einen unglaublich schnell und zum anderen schwer verwirrend. Den Eindruck habe offensichtlich nicht nur ich. Viele bleiben ebenso ratlos zurück wie ich.

Trotzdem ist das Hörspiel definitiv eine Empfehlung für alle Thriller-Fans. Die Atmosphäre und die großteils tollen Sprecher machen es zu einem absolut spannenden Hörgenuss.

Titel: Vincent Kliesch – Auris

Sprecher: Simon Jäger, Svenja Jung,Oliver Masucci, Thomas Balou Martin, Julian Horeyseck, Rauand Taleb

Verlag: Audible Studios

Spielzeit: Hörspiel, 6 Stunden 42 Minuten (ungekürzt)

Erschienen: 30.04.2019

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4.5 / 5 ThrillerKiller
Story
Spannung
Sprecher
Soundqualität
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