Vincent Kliesch – „Die Reinheit des Todes“

Julius Kern war Ermittler beim LKA Berlin. Bei seinem letzten Fall konnte er den Täter jedoch nicht überführen. Dabei ging es um brutale Morde in einer Scheune. Zwar wurde der Täter von Kern gefasst, aber man konnte ihn nie überführen. Stattdessen versucht dieser nun mit seinen Morden Geld zu verdienen, indem er ein Buch auf den Markt bringt. Er möchte Julius Kern dazu gewinne ihm beim fertig schreiben des Buches zu helfen.
Doch dann wird Juluis Kern von seinem Freund Quirin zurück ins LKA Berlin gebeten, wo er an einem seltsamen Fall mitarbeiten soll. Ein Serienmörder treibt sein Unwesen, der nicht nur tötet, sondern hinterher alles klinisch rein säubert und damit keinerlei Spuren hinterlässt. Gemeinsam versuchen sie dem Mörder auf die Spur zu kommen, doch das gestaltet sich so schwierig, dass sie sogar den Täter der brutalen Scheunenmorde um Hilfe bitten müssen. Doch niemand ahnt, dass sich die beiden Rivalen damit näher kommen als Kern lieb ist.

Vom Comedian zum Thriller-Autor, das ist der Weg von Vincent Kliesch. Bisher kannte ich den Autor allerdings nicht einmal als Comedian. Umso unbekannter war er mir als Thrillerautor. „Die Reinheit des Todes“ ist allerdings auch das Debüt des Berliners. Der gelernte Restaurantfachmann bekam die Idee zum Buch in einem Restaurant und lässt auch eigene Erfahrungen mit in sein Buch einfließen. Sein Schreibstil ist durchaus angenehm. Kurze Kapitel, die das Lesen sehr leicht machen und ständige Perspektivenwechsel die Spannung aufbauen sollen, unterstützen dabei die Geschichte.
Leider ist es für meinen Geschmack etwas oberflächlich. Auf nur 313 Seiten hat man das Gefühl, dass die Persönlichkeiten der Protagonisten nur oberflächlich angekratzt werden. Gerne hätte ich am Anfang etwas mehr über die Psyche des Täters erfahren. Während relativ viel auf die vorangegangenen „Scheunenmorde“ verwendet wird, werden die Taten von Raphael von Bergen nur wenig, sogar fast beiläufig ausgearbeitet. Manches passiert für meinen Geschmack einfach zu schnell und zu leicht.
Trotzdem ist der Thriller durchaus lesenswert und als Debüt gut gelungen. Ich bin deshalb schon gespannt was die nächsten Thriller, die bereits angekündigt wurden, bringen werden! 3/5 Sternen.

  • Klingt gut, schöne Rezension.

    Und weil ich so ein fieser Möpp bin: Deine Einleitung liest sich, wegen der vielen Hauptsätze, etwas abgehackt, während du im zweiten Absatz sehr angenehm zu lesen bist, als ob du da erst richtig in Schwung gekommen wärst.

    Wie immer – schönschön, freue mich auf neue Rezensionen.

    Alles Liebe,

    Bianca (silber_augen)

    • Huhu Bianca,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Vielleicht liegt der sprachliche Mangel des ersten Abschnitts in der Tatsache, dass ich irgendwie nicht richtig warm geworden bin mit dem Buch. Daher fiel es mir wohl etwas schwerer, die wichtigen Dinge herauszustellen ohne zu viel zu verraten!