Rezension: Sean Black–Rattennest

Black_SRattennest_119711Ryan Lock ist Bodyguard und zwar ein verdammt guter. Genau deshalb wird er von der Staatsanwaltschaft beauftragt den Kopf der berüchtigten Aryan Brotherhood zu beschützen. Frank Hays, den alle nur den Reaper nennen war einst der mächtigste Mann der Brotherhood, doch jetzt steht er kurz davor gegen seine ehemalige Gang auszusagen. Damit er nicht schon vor seiner Aussage im Gefängnis ausgeschaltet wird, soll Lock sich zusammen mit seinem Partner ins Gefängnis einschleusen und Reaper so vor seinen Gegnern beschützen. Was eigentlich nach einem Routinejob für Lock aussieht entpuppt sich schnell als ein schwieriges Unterfangen, denn Reaper spielt nicht mit offenen Karten und plötzlich steht nicht Reaper sondern die Staatsanwaltschaft und Lock im Fadenkreuz.

Rattennest klingt auf den ersten Blick extrem spannend und auch am Beginn des

Buches scheint sich der Eindruck zu bestätigen. Es geht direkt zur Sache, keine lange Vorgeschichte, knappe Vorstellung der Charaktere und dann ab dafür. Was allerdings nach einigen Seiten auffällt ist, dass da dann doch etwas zu viel des Guten geschrieben wurde. Zwar strotzt die Geschichte nur so vor Wendungen und knallharter Action aber irgendwann kommt einem das schon extrem konstruiert und einfach nicht mehr glaubwürdig vor. So wird Reaper beispielsweise aufgrund einer Bombenexplosion im ursprünglichen Gericht in ein anderes verlegt, damit der Prozess weitergehen kann. Dort warten allerdings schon Reapers Freunde, und versuchen ihn zu befreien. Bevor Reaper eintrifft ist dabei lediglich ein Polizist vor Ort….man kann sich vorstellen wo das endet. Auf jeden Fall sind für meinen Geschmack ein paar Lücken in der Story die man hätte verbessern und glaubwürdiger machen können. Etwas weniger Action und etwas mehr Spannung hätten dann noch ihr übriges getan.

Ich vergebe deshalb 3/5 Sterne.

VÖ: 15.05.2012, Verlag: Blanvalet, Preis: 9,99€ (D), 10,30€ (A)

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