Rezension: Michael Connelly–Spur der toten Mädchen

 

978-3-426-50790-2.jpg.29709190Mickey Haller ist eigentlich Strafverteidiger und hegt damit eine gewisse Abneigung gegen die Staatsanwaltschaft. Als der bereits verurteilte Straftäter Jason Jessup, verurteilt wegen des Mordes an einer 12-Jährigen, aufgrund eines DNA-Abgleichs frei kommt, tritt die Staatsanwaltschaft an Mickey heran und bittet ihn die Anklage zu übernehmen, um Unbefangenheit zu garantieren. Mickey nimmt den Job an und gemeinsam mit seinem Halbbruder Harry Bosch der für das LAPD arbeitet, beginnen die beiden erneut gegen Jessup zu ermitteln. Jason Jessup wurde in dieser Zeit auf freien Fuß gesetzt, wird aber rund um die Uhr vom LAPD beschattet.

Der Fall stellt sich als deutlich schwieriger heraus als ursprünglich angenommen. Alte Zeugen, Richter und Anwälte sind entweder unauffindbar oder Tod und selbst die, die noch leben sind nicht besonders vertrauenswürdig. Hinzu kommt, dass Jessup sich frei bewegen kann und von dieser Möglichkeit

regen Gebrauch macht. Regelmäßig sucht er Nachts Parks auf, doch als er eines Nachts vor dem Haus von Ermittler Harry Bosch hält wird es diesem zu gefährlich. Die Sicherheit seiner Tochter und auch die von Mickey stehen auf dem Spiel. Doch die Situation spitzt sich noch mehr zu und plötzlich ist die ganze Stadt in hellem Aufruhr.

Ich muss zugeben, dass ich mich mittlerweile zu einem richtigen Connelly-Fan entwickele. Ähnlich wie Jeffery Deaver schafft er es jedes mal mich extrem zu fesseln. Auch “Spur der toten Mädchen” hat dies geschafft und es war mir kaum möglich das Buch aus der Hand zu legen. Man zweifelt am Anfang tatsächlich an der Schuld von Jason Jessup, doch Connelly schafft es schnell den Charakter so unsympathisch werden zu lassen, dass man ihm die Verurteilung wünscht. Gegen Ende des Buches baut Connelly verblüffende und eine wirklich absolut unvorhersehbare Wendung ein, die der ohnehin schon extremen Spannung noch einmal eins drauf setzen.

Eine Peinlichkeit möchte ich aber doch noch herausstreichen: An Mickeys Seite arbeitet auch seine Exfrau Maggy McPhearson. Diese heißt im Buch auch mal seitenweise Maggy McFierce. Blöder Fehler der einen ziemlich verwirrt.

Trotzdem gibt es 5/5 Sterne, allerdings an der unteren Grenze.

VÖ: 02.11.2011, Verlag: Knaur, Preis: 9,99€ (D), 10,30€ (A)

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Und weil vor kurzem der Film im Kino war und die DVD/BluRay erschienen ist, möchte ich hier noch auf den Film „Der Mandant“ hinweisen, der auf einem Buch von Michael Connelly basiert und in dem hochkarätige Schauspieler wie Matthew McConaughey, Marisa Tomei und Ryan Phillippe mitspielen. Nicht die beste Leistung von Phillippe aber Matthew McConaughey war meiner Meinung nach eine sehr, sehr gute Wahl für die Besetzung der Rolle des Mickey Haller. Wer die Bücher von Connelly mag, wird auch den Film mögen und deshalb hier ein ganz klarer Tipp am Rande!