Rezension: Matthew Quirk – Die 500 (Hörbuch)

die_500Mike Ford hat es geschafft. Er hat eine wunderschöne Frau und ist direkt von der Uni zu einer der einflussreichsten Firmen in Washington gewechselt und auf dem besten Weg innerhalb kürzester Zeit zum Partner aufzusteigen. Er arbeitet bei Henry Davies, der eine Beraterfirma betreibt, die die 500 einflussreichsten Männer des Landes zu ihren Klienten zählt. Doch Mike hat eine dunkle Seite. Er wurde bereits wegen Diebstahl verurteilt und sein Vater sitzt seit Jahren im Knast. Doch was Mike nicht weiß, auch die Firma hat eine dunkle Seite und viel zu spät erkennt Mike, dass es sich dabei um weitaus schlimmeres handelt als einen Einbruch.

“Die 500” wurde beworben mit “Das Buch liest sich wie ein guter Grisham, bloß mit mehr Action.” (Brigitte) und es hält was es verspricht. Nach relativ wenig Vorgeplänkel erfährt man sofort mehr über Mike und seinen Werdegang. Man durchlebt mit ihm seine erste Zeit bei Davies und fiebert mit als Mike Stück für Stück die wahren Geschäftspraktiken hinter der Firma aufdeckt.

Matthew Quirk ist ein durchaus spannender und unterhaltsamer Justizthriller gelungen, der mit einem John Grisham mithalten kann. Entgegen Grisham legt Quirk wirklich mehr Wert auf die Geschichte und weniger auf die rechtlichen Details, was aber völlig in Ordnung ist, da der rechtliche Hintergrund nicht immer Jedermanns Sache ist. Außerdem geht es in “Die 500” ja gerade um die Dinge die außerhalb der rechtlich vertretbaren Rahmenbedingungen geschehen und welche Möglichkeiten eine Firma oder ein einzelner Mensch mit genügend Macht hat.

Heikko Deutschmann macht dabei eine sehr gute Figur. Er findet jederzeit die richtige Lesegeschwindigkeit und macht es dem Hörer leicht die verschiedenen Charaktere zu unterscheiden.

Mein Fazit: hörenswert und daher 4/5 Sterne.

VÖ: 2012

Verlag: Der Audio Verlag

Spielzeit: 6h 16min (gekürzt)

Sprecher: Heikko Deutschmann

Mehr Infos und Hörprobe: Matthew Quirk – Die 500