Rezension: Gregg Hurwitz – Tödlicher Fehler

greg_hurwitz_toedlicher_fehlerNick Horrigan hat eine belastende Vergangenheit mit der er nur schwer klar kommt. Er hat sich mit seinem Leben allerdings mittlerweile arrangiert, hat bis vor kurzem für eine Hilfsorganisation gearbeitet und lebt in einer kleinen gemütlichen Wohnung. Doch eines Tages holt in die Vergangenheit wieder ein, als der Secret Service in der Nacht sein Haus stürmt und ihn zu einer Bombendrohung in einem Atomkraftwerk bringt. Der Terrorist möchte explizit mit Nick sprechen. Der Secret Service schickt Nick zu ihm und stattet ihn mit einem Handy aus, dass er dem Terroristen für Verhandlungen überreichen soll, doch der angebliche Terrorist stellt sich als ungefährlich heraus. Er war ein Bekannter von Nicks Stiefvater, der ebenfalls Secret Service Agent war, und vor vielen Jahren ermordet wurde. Nick fühlt sich noch heute dafür verantwortlich. Von Charlie, dem angeblichen Terroristen erhält er einen Schlüssel für ein Schließfach in dem Nick viel über seinen Stiefvater, seine Ermordung und eine Geschichte finden wird, die den Präsidenten der Vereinigten Staaten betrifft.

Noch bevor Nick weitere Fragen stellen kann, detoniert ein Sprengsatz im Handy, dass Nick mitgebracht hat, tötet Charlie und verletzt Nick schwer. Verwirrt von den Informationen und geschockt von den Ereignissen ist sich Nick nicht sicher was er tun soll und wem er trauen kann. Soll er der Geschichte auf den Grund gehen? Will er das überhaupt? Wird er sich danach besser fühlen? Nick entscheidet sich den Hinweisen nach zu gehen, doch damit zieht er auch die Aufmerksamkeit einiger Agenten auf sich, die verhindern möchten, dass die geheimen Informationen ans Licht kommen. Ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen dem Secret Service und Nick beginnt und mit Hilfe seiner Ex-Freundin und seiner Mutter versucht Nick nicht nur zu überleben, sondern auch herauszufinden wer seinen Stiefvater ermordet hat, warum er sterben musste und was dies alles mit seinen gefunden Informationen zu tun hat.

Tödlicher Fehler ist eine sehr gut gelungene, temporeiche Mischung aus Polit- und Agententhriller, die zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. Nick Horrigan ist einem von Anfang an sympathisch. Mit seiner paranoiden Art und dem bisher gescheiterten Leben stellt Hurwitz ihn als einen Verlierertyp dar, der von Schuldgefühlen zerfressen, bisher immer nur vor Schwierigkeiten davon gelaufen ist. Diesmal packt er es aber an, wenn er auch oft kurz davor steht alles hinter sicher zu lassen. Das macht ihn unheimlich sympathisch und man hofft für ihn, dass er es schafft den Geheimnissen auf den Grund zu gehen.

Die ganze Story ist sehr spannend und man weiß am Anfang nicht wie man die ganzen Hinweise einzuordnen hat. Trotzdem war mir der Schluss dann doch etwas zu vorhersehbar, was angesichts des sonst unheimlich spannenden Buches etwas schade ist. Insgesamt liest es sich aber sehr gut und flüssig. Gregg Hurwitz hat einen angenehmen Schreibstil und schafft es auch trockene Politthemen spannend unterzubringen. Insgesamt für mich ein sehr gutes Buch, wegen des etwas schwachen Endes dann aber nur 4/5 Sternen.

VÖ: 14.02.2011, Verlag: Droemer, Preis: 14,99€ (D), N/A (A)

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